in:dialog – Magdeburg für junge Leute

Am 01. Juli 2022 wird Simone Borris neue Oberbürgermeisterin der Stadt Magdeburg und löst damit ihren Vorgänger Lutz Trümper nach 21 Jahren im Amt ab. Gewählt wurde sie nach zwei Wahlgängen, denn bei ursprünglich neun Kandidat:innen war die Auswahl zunächst groß. Um studentische Themen in diesem Wahlkampf sichtbar zu machen und um den Magdeburger Studierenden ein Bild über die verschiedenen Positionen zu verschaffen, haben schauwerk. und in:takt im Rahmen der Veranstaltungsreihe in:dialog zu einer Podiumsdiskussion eingeladen, an der vier der Bewerber:innen teilnahmen. Neben der parteilosen späteren Wahlsiegerin waren dazu Nicole Anger (Die LINKE), Tobias Krull (CDU) und Jens Rösler (SPD) bei uns zu Gast.

Das Interesse an der Veranstaltung war enorm, die Räumlichkeiten vor Ort bis auf den letzten Platz und darüber hinaus gefüllt und auch die Online-Übertragung durch den Offenen Kanal erfuhr großen Zuspruch. Thematisch klopften wir die Positionen unserer Gäste zur Kulturförderung in der Stadt, den Angeboten für junge Menschen und der künftigen Entwicklung der Ausgehszene ab. Was hat Magdeburg Studierenden zu bieten? Was braucht es, um Absolvent:innen hier zu halten? Welche Veränderungen stehen der Stadt möglicherweise durch die Ansiedlung von Intel bevor? Wie kann man die jetzige und zukünftige Internationalität und Diversität fördern? Auch Aspekte des Stadtbilds waren von den Studierenden im Vorfeld der Veranstaltung vielfach thematisiert worden und so wurde im Anschluss über Aspekte der Mobilität diskutiert, darüber, wie Magdeburg zur Fahrradstadt werden kann und wie der Verkehr, aber auch die Stadt als Ganzes, klimaneutral werden sollen. Zuletzt kam auch die städtische Mitgestaltung zur Sprache, um die wir uns mit unseren beiden Initiativen, schauwerk. und in:takt, bemühen. Hier äußerten alle Kandidat:innen Anerkennung und versprachen, Projekte wie die unseren in Zukunft unterstützen und fördern zu wollen.

Insgesamt zeigten sich im Verlauf des Abends aber durchaus auch Unterschiede zwischen den Kandidat:innen, die auch eine zum Abschluss durchgeführte, explizit nicht repräsentative Meinungsumfrage unter den Studierenden offenbarte. Aus diesem Grund sind wir froh, den OB-Wahlkampf an die Uni geholt zu haben und mit dem Format gleichzeitig den Kandidat:innen studentische Perspektiven und Anliegen nähergebracht zu haben. Der baldigen Oberbürgermeisterin Frau Borris gratulieren wir zum Wahlsieg und sind gespannt auf die künftige Kooperation als Stadtmacher:innen in Magdeburg.